Aktuelles

2021

Chancengleichheit durch Mentoring – neue Studie von Prof. Wiederhold und Ko-Autoren

Kann Mentoring die Arbeitsmarktchancen von Jugendlichen aus stark benachteiligten familiären Verhältnissen verbessern? Dieser Frage widmet sich ein neues und bereits jetzt vielbeachtetes Forschungspapier von Simon Wiederhold und seinen Ko-Autoren Sven Resnjanskij, Ludger Wößmann (beide ifo Institut) und Jens Ruhose (Universität Kiel). Mit einem deutschlandweiten Feldexperiment liefert das Forscherteam die erste kausale Evidenz zu den großen positiven Effekten von Mentoring auf die Arbeitsmarktaussichten von Jugendlichen aus stark benachteiligten Verhältnissen.

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen – und doch beeinflusst der familiäre Hintergrund Bildungs- und Arbeitsmarktchancen enorm, gerade in Deutschland. Dies zeigt die ökonomische Forschung zur Persistenz sozialer Ungleichheit über Generationen hinweg. Während sich viele traditionelle Maßnahmen für Jugendliche zur Bekämpfung der Chancenungleichheit als wenig erfolgreich herausgestellt haben, sind Mentoring-Programme bisher kaum erforscht. In solchen Programmen bekommen die Jugendlichen Mentor*innen an die Seite gestellt, die ihnen die persönliche Unterstützung bieten sollen, die das familiäre Umfeld nicht leisten kann.

Um die tatsächlichen Effekte des Mentoring-Programms „Rock Your Life!“ evaluieren zu können, lassen Simon Wiederhold und Ko-Autoren an Standorten mit mehr Bewerber*innen als verfügbaren Mentor*innen den Zufall entscheiden, wer an dem Programm teilnehmen darf. Zudem stellen die Forscher mit rund 100 Reisen an die Schulen sicher, dass sie nahezu alle Teilnehmer*innen der Studie über einen langen Zeitraum hinweg mehrfach befragen können. Finanziell gefördert wurde das Projekt von der Wübben Stiftung, der Jacobs Stiftung, Porticus und von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung.

Die Ergebnisse der Evaluation sind beachtlich: Ein Jahr nach Programmstart haben sich die Arbeitsmarktaussichten der teilnehmenden Jugendlichen aus stark benachteiligten Verhältnissen deutlich verbessert, sei es in Bezug auf kognitive (Mathematiknote), nicht-kognitive (Geduld und Sozialkompetenzen) oder motivationale (Arbeitsmarktorientierung) Aspekte. Demgegenüber gab es bei Jugendlichen aus weniger benachteiligten Verhältnissen, bei denen das familiäre Umfeld also stärker unterstützen kann, keine positiven Effekte des Programms. Insgesamt übersteigen die zu erwartenden Einkommenszuwächse aus der Programmteilnahme für stark benachteiligte Jugendliche die Kosten des Mentoring-Programms um ein Vielfaches.

Kein Wunder also, dass die Ergebnisse der Studie medial bereits große Beachtung gefunden haben (u.a. Deutschlandfunk, Donaukurier, FAZ, Süddeutsche, WELT sowie ProSiebenSat 1 und RTL). International bespricht kein Geringerer als Nobelpreisträger James J. Heckman die Studie in einem Podcast . Neben dem Forschungspapier  sind auch die Pressekonferenz des ifo Instituts, ein ifo Schnelldienst, sowie Pressemitteilungen der KU und des ifo Instituts online verfügbar.

Wichtiger Hinweis zu Corona

Wegen der Corona-Situation befinden sich alle Mitarbeiter des Lehrstuhls im Homeoffice. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an den entsprechenden Mitarbeiter.

Hinweise zum WS 20/21

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltungen 'Einführung in die VWL' und 'Economics of Innovation' auch für die entsprechenden ILIAS Kurs an.

2020

Video zum Forschungsprojekt „Fruits of the SYSTEM“ (Hartinger & Patt)

Ein Forschungsprojekt in nur 90 Sekunden darzustellen, ist eine echte Herausforderung – dieser Herausforderung haben sich Katharina Hartinger und Alexander Patt (Autoren) zusammen mit Celine Simson (Videogestaltung) gestellt. Im Projekt „Fruits of the SYSTEM - a Casino-Based Analysis of Beliefs and Decision-Making” untersuchen die beiden Autoren menschliches ökonomisches Entscheidungsverhalten in komplexen und mit viel Unsicherheit behafteten Situationen. Mehr dazu im Video!

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.

SZ-Berichterstattung über WFI-Masterarbeit

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Masterarbeit von Louisa Peine am Lehrstuhl für Makroökonomik im Rahmen ihrer Reihe „Unikate“ auf der Junge-Leute-Seite! In ihrer Masterarbeit im Bereich Makroökonomik (Betreuung: Katharina Hartinger und Prof. Simon Wiederhold) untersucht Frau Peine die Auswirkungen eines temporären Netflix-Ausfalls auf die Fertilität mit Hilfe von Daten auf Bundesland-Ebene. Der Artikel (20.07. bayernweit in der Printausgabe) ist nun auch online erschienen.

Lehrpreis für Katharina Hartinger
Lehrpreis für Katharina Hartinger

Der “Preis der Lehre” der WFI geht bereits zum zweiten Mal in Folge an den Lehrstuhl für Makroökonomik! Katharina Hartinger wurde Anfang Juli für ihr besonderes Engagement in der Lehre geehrt. Die Auszeichnung wird einmal jährlich von der Studierendenvertretung vergeben und basiert auf den Lehrevaluationen der vergangenen zwei Semester. In Kursen wie “Economics of Innovation”, “Bildungsökonomik” oder “Einführung in die VWL” vermittelt Frau Hartinger Einblicke in ökonomische Methoden und neue Forschungsergebnisse - gerne verknüpft mit Anekdoten aus ihrer eigenen Forschungsarbeit.
Bereits im letzten Jahr hatte Prof. Wiederhold den “Preis der Lehre” an den Lehrstuhl geholt. Während die aktuellen Umstände besonders viel Kreativität verlangen, ist hochwertige, gesellschaftlich relevante und spannende Lehre weiterhin eine absolute Priorität am Lehrstuhl für Makroökonomik.

Prof. Dr. Simon Wiederhold befindet im SoSe 2020 im Forschungsfreisemester

Prof. Dr. Simon Wiederhold befindet im Sommersemester 2020 im Forschungsfreisemester. Bitte wenden Sie sich mit Anliegen bezüglich des Lehrangebots an die anderen Lehrstuhlmitarbeiter

ifo Drittmittelpreis geht an das Team von Prof. Dr. Simon Wiederhold

In den letzten Jahren haben drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte an der KU stetig an Bedeutung gewonnen. Im Rahmen solcher Projekte untersuchen (oft interdisziplinäre) Forschungsgruppen gesellschaftsrelevante Fragestellungen in Kooperation mit einem externen Geldgeber – immer auch mit dem Fokus auf Wissenstransfer in die Gesellschaft hinein. Mit dem ifo Preis für besondere Leistungen in der Drittmittelforschung wurde nun das Team von Simon Wiederhold (zusammen mit Franziska Hampf, Marc Piopiunik und Ludger Wößmann, alle ifo Institut) bei der ifo Jahresversammlung ausgezeichnet. Im Projekt „Kompetenzerwerb und -nutzung im Erwachsenenalter – Netzwerk zur Analyse, Weiterentwicklung und Verbreitung von PIAAC“ zeigte das Team, dass kognitive Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt hoch entlohnt werden. Zwischen verschiedenen Ländern bestehen aber deutliche Unterschiede in diesen sogenannten Kompetenzertragsraten, wie ein vielzitierter Forschungsbeitrag in der Fachzeitschrift European Economic Review verdeutlicht. Diese Resultate sind durch den COVID-19-bedingten Schulausfall und seine drastischen Konsequenzen für den Kompetenzerwerb auch in der aktuellen politischen Diskussion relevanter denn je.

Bildungspolitischer Appell an die Politik zu Corona

Prof. Simon Wiederhold und Prof. Alexander M. Danzer von der der KU Eichstätt-Ingolstadt haben zusammen mit vier weiteren Professorinnen und Professoren des DIW Berlin, der FU Berlin, des ifo Instituts München sowie der JMU Würzburg einen bildungsökonomischen Aufruf an die Politik initiiert. Der Aufruf wurde von über 90 namenhaften Ökonominnen und Ökonomen, die sich in Deutschland mit Bildungsfragen beschäftigen, mitunterzeichnet.

Im Kern wird darin die sofortige, strukturierte Wiederaufnahme von Unterricht und Betreuung von Kindern und Jugendlichen gefordert. Dazu werden im Aufruf Maßnahmen in der kurzen, mittleren und langen Frist vorgeschlagen, um Kompetenzverluste einzudämmen und einem Anstieg der Bildungsungleichheit entgegenzuwirken. Zudem weist der Aufruf auf die gravierenden ökonomischen Langzeitfolgen von Schulschließungen hin.  

Pressemitteilung zum Aufruf (mit O-Tönen von Prof. Wiederhold und Prof Danzer)
Volltext des Aufrufs sowie eine Liste der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner
Spiegel online hat bereits über den Aufruf berichtet, den Artikel finden Sie hier.

2019

Studie von Simon Wiederhold zu den Erträgen von Kompetenzen am Arbeitsmarkt in der Auswahl der besten Studien in 50 Jahren European Economic Review

Die Studie "Returns to Skills around the World: Evidence from PIAAC" ist eine von nur zwei Studien, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des angesehenen European Economic Review in die Auswahl der besten Studien ("Editor's Choice") aufgenommen wurde. Die Studie wurde außerdem als bestes Paper ausgezeichnet, das im Jahr 2015 im European Economic Review veröffentlicht wurde. Es ist zudem das meistzitierte Paper, das in den vergangenen fünf Jahren in der Zeitschrift erschienen ist. In dem Forschungspapier zeigt Simon Wiederhold, zusammen mit Eric Hanushek (Stanford University), Guido Schwerdt (Universität Konstanz) und Ludger Wößmann (ifo Institut), dass sich bessere Bildungsleistungen für den Einzelnen auszahlen.

Top-Lehre am Makrolehrstuhl

Der „Preis der Lehre“ der WFI geht in diesem Jahr an Prof. Wiederhold! Die Studierendenvertretung verleiht den Preis traditionell im Rahmen der studentischen Vollversammlung auf Basis der Ergebnisse der Lehrevaluationen aus den vorangegangenen zwei Semestern. Ausgezeichnet wurde somit die Lehre von Prof. Wiederhold in einem breiten Spektrum an Fächern wie „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“, „Economics of Innovation“ und „Behavioral Finance“. Die Auszeichnung ist ein Dank für hervorragende Leistungen in der Lehre und ein Anreiz für den weiteren Ausbau des hohen Lehrniveaus an der Fakultät. Ziel des Makro-Lehrstuhls ist es seit jeher, Studierende für die vielseitigen und gesellschaftlich hochrelevanten Themen der VWL zu begeistern und gleichzeitig praxisrelevante Methoden zu vermitteln. Dass dieses Engagement von den Studierenden der Fakultät gewürdigt wird, ist Ehre und Motivation für Prof. Wiederhold und sein Lehrstuhlteam. 

Wissenschaftspreis für Studie zu Lehrerkompetenzen

Welche Rolle spielen Lehrerkompetenzen in der Bildungstragödie in Afrika südlich der Sahara? Mit dieser Frage beschäftigt sich Simon Wiederhold, zusammen mit Jan Bietenbeck und Marc Piopiunik, in der Forschungsarbeit "Africa’s Skill Tragedy: Does Teachers’ Lack of Knowledge Lead to Low Student Performance?". Die Autoren zeigen, dass ein höheres Fachwissen der Lehrerinnen und Lehrer die Leistungen der Schülerinnen und Schüler deutlich steigern würde.

Nun hat Ko-Autor Marc Piopiunik für seine Mitarbeit an der Studie den renommierten Wissenschaftspreis des ifo Instituts erhalten. Mit diesem Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen würdigt das ifo Institut einmal im Jahr Mitarbeiter, die an herausragenden Forschungsprojekten beteiligt waren. Für die Studie, die bereits im hochrangigen Journal of Human Resources veröffentlicht wurde, ist der ifo Wissenschaftspreis eine weitere Auszeichnung.

2018

Makro-Lehrstuhl unterstützt innovativen Wirtschaftswettbewerb

Tablet statt Tafel – wie soll der Schulunterricht der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage wird sich schon bald eine Schülergruppe in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomik beschäftigen. Denn die KU unterstützt als erste Universität überhaupt den bundesweiten Schülerwettbewerb YES! – Young Economic Summit, den das ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft veranstaltet. Bei YES! gehen die Schüler verschiedenste gesellschaftliche Probleme mit Wirtschaftsbezug selbstständig an und erarbeiten kreative Lösungsideen. Prof. Wiederhold und Katharina Hartinger werden sie dabei unterstützen und die wirtschaftswissenschaftliche Sicht auf das Thema Digitalisierung aufzeigen. Wir sind gespannt, wie die Schüler die Digitalisierung an deutschen Schulen sinnvoller vorantreiben wollen und welche Probleme sie bei der derzeitigen Entwicklung sehen! Ob das Team des Makro-Lehrstuhls den Sieg im Wettbewerb holt, wird sich 2019 beim großen Bundesfinale zeigen.

Weitere Informationen zur Beteiligung der WFI am Wettbewerb (mit O-Ton von Frau Präsidentin Gien) finden Sie hier.

2017

Platz 1 bei "Beats for Charity - Profs on the Decks!"

Prof. Simon Wiederhold hat zusammen mit Prof. Dominika Langenmayr den akademischen DJ Wettbewerb der WFI Ingolstadt gewonnen. Mit musikalischen Highlights und vollem Einsatz der Lehrstuhlteams konnte man sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Wir danken der UNICEF Hochschulgruppe für die Organisation eines unvergesslichen und erfolgreichen Abends. Den dazugehörigen Artikel des Donaukuriers finden sie hier.

Berufung von Simon Wiederhold auf den Lehrstuhl für VWL, insb. Makroökonomik

Seit 01.05.2017 ist Simon Wiederhold Inhaber des Lehrstuhls für VWL, insb. Makroökonomik. Zuvor war Herr Wiederhold im Sommersemester 2016 und im Wintersemester 2016/2017 mit der Lehrstuhlvertretung betraut. Weitere Informationen zu Herrn Wiederhold finden Sie hier.