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3. ZRKG Tagung

 

„Strukturwandel der Öffentlichkeit. 

Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr“

1. bis 3. Juni 2026 in Eichstätt

Die 3. ZRKG-Tagung nimmt Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr in den Blick, die in ihren Wechselwirkungen mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit(en) reflektiert werden. Die Frage nach Kontroversen und Inhalten verbindet sich mit Fragen von Medialität und Diskursformaten, von Streitkultur und der Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden. Die Tagung ist interdisziplinär angelegt und am Austausch zwischen den Fächern interessiert, um multiperspektivische Zugänge zum Thema zu gewinnen.

Zur Zielsetzung der Tagung

Die Versprechen liberaler Demokratie und die Hoffnungen von 1989 sind im 21. Jahrhundert immer weiter sich zuspitzenden Krisen und Polarisierungen gewichen. Diese gehen einher mit einer Hinwendung zu autoritären Herrschaftsformen, sich abzeichnenden neuen Formen totalitärer Kontrolle und eskalierender innergesellschaftlicher wie zwischenstaatlicher Gewalt. Die Ideale einer bürgerlichen Öffentlichkeit, einer deliberativen Politik und einer Konfliktbearbeitung auf Basis eines geteilten Grundkonsenses und einer regelbasierten Ordnung erweisen sich als brüchig, wenn nicht illusionär. Versuche, einen Konsens einzufordern, die sozialen Medien zu regulieren oder eine „regelbasierte Ordnung“ durchzusetzen bleiben hoch ambivalent, indem sie selbst neue Formen der Exklusion produzieren, oft selektiv angewandt werden und die Konflikte verschärfen, die sie einzudämmen suchen. Krisendiskurse in der Öffentlichkeit bewegen sich in der Spannung von Öffnung und Abwehr: Freiheit, Dialog, Anerkennung und Respekt werden als Werte eingefordert, zugleich aber eingeschränkt, um im Namen ihrer Sicherung Feinde im Innern und Außen, „Extremismus“ und „Falschinformation“ zu bekämpfen. Zugleich ist der öffentliche Raum einem tiefgreifenden Strukturwandel unterworfen, durch Digitalisierung und neue Medien, durch neue Formen der Kontrolle und der Propaganda, durch eine Politisierung des Privaten, der Sprache, der Wissenschaft, usw. Dabei geht es um Fragen von Teilhabe und Ausschluss, um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit, von militärischer Logik und zivilem Widerstand, um die Tiefe rechtlicher und polizeilicher Eingriffe (beispielsweise in Phasen der Pandemie, in der Abwehr von Terror, im Umgang mit Datenschutz und Meinungsfreiheit), um Notwendigkeit und Grenzen von Aktivismus (etwa angesichts der Situation in Gaza, von Kriegen und Militarisierung, von Klimawandel und Artensterben). Die Art und Weise, in der diese Diskurse ausgetragen werden, wird häufig als rau beschrieben, als polarisierend und ausgrenzend. Die Diagnosen einer „Diskursverengung“ und „Cancel-Culture“ stehen im Raum. Freund-Feind-Differenzen werden betont und Kriegsrhetorik verwendet. Der gesellschaftliche Zusammenhalt löst sich in fragmentierte Öffentlichkeiten auf, der Grundsatz einer gewaltfreien und offenen Diskussionskultur wird in Frage gestellt. Digitale Kommunikationswelten schaffen anonymisierte Räume für eingrenzende und diskriminierende Narrative, in denen Diskursverengungen perpetuiert werden. 

All diese Phänomene werfen die Frage nach der politischen Kultur und dem Ethos auf, das Demokratie (oder ihre Demokratisierung) ermöglicht. Welche Haltungen, Werte und Grundüberzeugungen tragen eine freiheitliche, offene Gesellschaft? Welche Rolle spielen Affektivität, Konfliktivität und Diskurs, welche Rolle kommt Religion, Kultur und Spiritualität zu? Was kann Zusammenleben ermöglichen, wenn ein „Grundkonsens“ nicht vorausgesetzt werden kann? Welche normativen Prinzipien, kommunikativen Strategien oder spirituellen Ressourcen lassen sich aufrufen, um konstruktiv auf die Herausforderungen zu antworten? Welche Modelle, Haltungen, Praxen und Bildungsansätze sind in der Lage, individuellen und gesellschaftlichen Diskurs zu befördern? 

Ausgehend von diesen Fragen nimmt die 3. Tagung des ZRKG Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr in den Blick, die in ihren Wechselwirkungen mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit(en) reflektiert werden. Die Frage nach Kontroversen und Inhalten verbindet sich mit Fragen von Medialität und Diskursformaten, von Streitkultur und der Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden. Die Tagung ist interdisziplinär angelegt und am Austausch zwischen den Fächern interessiert, um multiperspektivische Zugänge zum Thema zu gewinnen.

Programm

(Stand 24.03.2026)

 

Montag, 1. Juni 2026

14:30-15:00  Ankommen & Registrierung 

15:00-15:30 Eröffnung und inhaltliche Hinführung

Liane Rothenberger/Rico Behrens & Martin Kirschner

 

15:30-17:30 Keynote-Vorträge jeweils mit Diskussion

Moderation: Martin Kirschner

„Krise der Demokratie – Demokratie als Krise. Radikaldemokratische Perspektiven“

Oliver Marchart, Wien

 

„Pluralität und Polarisierung. Ein theologisches Plädoyer für den (moralischen) Universalismus“

Hans Joachim Höhn, Köln

17:30-18:00 Pause

18:00-19:30  Öffentliche Veranstaltung mit Ilija Trojanow, Lesung aus „Das Buch der Macht“

Moderation: Isabelle Stauffer

ab 19:30 Abendimbiss und Get Together 

 

Dienstag, 2. Juni 2026

9:00-10:00 Keynote-Vortrag mit Diskussion

Moderation: Liane Rothenberger 

“The Problem of Emotions and Public Discourse”

 Eva Illouz, Jerusalem 

10:00-10:15 Pause

10:15-12:30 Workshops: Projektpräsentation und -diskussion (parallel):

A. „Digitale Instanzen der Wertebildung - Individuelle und gesellschaftliche Konstruktionspraktiken“

Rico Behrens & Katharina Karl

B. “The art and spirituality of deliberative democracy in antagonistic society: Places, formats and conditions for dealing with transformation conflicts”

 Martin Kirschner, Martin Schneider, Isabelle Stauffer & Joost van Loon

12:30-14:00 Mittagspause

14:00-15:30 Panels (parallel)

Panel 1.1: Krisenerzählungen der Gegenwart (Teil 1)

Lead: Isabelle Stauffer & Chiara Conterno 

 

“'Es geht nicht darum, Widersprüche aufzulösen, (...) sondern sie auszuhalten.' Krisen und Krisenverhandlungen in Juli Zehs Über Menschen”

Chiara Conterno, Bologna

 

Erschütterungen: Die Erdbeben-Romane ‚Takeshis Haut‘ (2014) von Lucy Fricke und ‚Rombo‘ (2022) von Esther Kinsky“

Veronika Born, Eichstätt 

 

„Krise der Zukunft? Zur Denkfigur des Futur II in der Gegenwartsliteratur“

Elias Kreuzmair, Greifswald

 

„Dystopische Fiktionen als Krisenerzählungen der Gegenwart“  

Hannah Berger, Eichstätt

 

Panel 2: Gesellschaftliche Krisenbewältigung im Zeitalter der Anpassung. Sozialethische Reflexionen zu resilienter Demokratie 

Lead: Martin Schneider & Rico Behrens

 Mit Beiträgen von 

Martin Schneider, Eichstätt

(weitere Beiträge noch offen)

15:30-16:00 Pause

16:00-17:00 Postersession I

17:00-17:15 Pause

17:15-18:45  Panels (parallel)

Panel 1.2: Krisenerzählungen der Gegenwart (Teil 2)

Lead: Isabelle Stauffer & Chiara Conterno

 

„Queere Zukunftsvisionen in Krisenzeiten: Poetik, Solidarität, Verweigerung“

Helen Finch, Leeds 

 

"Digitale Krisenpoetik. Generative Literatur als Reflexionsraum im Anthropozän"

Stephanie Catani, Würzburg

 

Geopolitische und identitäre Grenzen im europäischen Krisenkontext: Eine literarische Untersuchung der Werke von Maxi Obexer und Anna Rottensteiner“

Arianna di Bella, Palermo 

 

Trotzdem schreiben: zeitgenössische Autor:innen vor der aktuellen Lage im Nahen Ost“

Serena Grazzini, Pisa

 

 Panel3: Affektive Narrative (in) der Krise - Selbstverhältnis und Subjektivierung im Politischen 

 Lead: Imke von Maur & Katharina Zöpfl 

 

„Erzählen als erzählt werden: Affektive Narrative des umkämpften Selbst“

Imke von Maur & Katharina Zöpfl

 

„Politische Subjektivierungsweisen in Zeiten der Vielfachkrise: Food Charity‘s affektive Narrative“

Brigitte Bargetz, Myriam Gaitsch & Markus Griesser

ab 19:30 Gemeinsames Abendessen

 

 

Mittwoch, 3. Juni 2026

8:30-9:30  Keynote-Vortrag mit Diskussion

„Invektive Dynamiken und die (De-) Konstruktion von Öffentlichkeit – historische und aktuelle Schlaglichter“

Gerd Schwerhoff, Dresden

 

9:45-11:15 Panels (parallel)

Panel 4: Transformation – Krise – Invektivität. Die polemogene Seite gesellschaftlicher Ordnungen

Lead: Bernward Schmidt

 

„Orthodoxie und Status: Hieronymus versus Rufin“

Bardo M. Gauly, Eichstätt

 

Krisen und Invektiven um 1700: Christian Thomasius, der Pietismus und die literaturkritische Zeitschrift“

Isabelle Stauffer, Eichstätt

 

„Die Effizienz der Invektivität. Überlegungen zu Konstellationen in der reformatorischen Öffentlichkeit“

Bernward Schmidt, Eichstätt       

 

Panel 5: Öffentlichkeit, Framing und Affekte 

Lead: Friederike Herrmann, Markus Riedenauer & Liane Rothenberger 

 

„Meinungsfreiheit in Gefahr? ‚Cancel Culture‘ – Vorwürfe im öffentlichen Diskurs“

Martina Thiele, Tübingen 

 

„Toxische Narrative als Herausforderung für den Journalismus“

Friederike Herrmann, Eichstätt

 

„Meinungsfreiheit unter Druck“

Frauke Rostalski, Köln 

11:15-11:30 Pause

11:30-12:30 Postersession II 

12:30-13:30  Abschlusspodium und Verabschiedung

Eröffnung, Abschluss und Moderation: Martin Kirschner 

Podium: Rico Behrens, Hans-Joachim Höhn

 

 

Liste der Referentinnen und Referenten

Bargetz, Brigitte, Professorin für Soziologische Theorie und Sozialanalyse an der JKU Linz sowie Projektleiterin des FWF-Projekts „Neue Mitleidsökonomie und Affektive Staatlichkeit“ (zs. mit Markus Griesser) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien; Mitherausgeberin der Zeitschrift „Femina Politica“, Mitglied des DFG-Netzwerks Kritische Männlichkeitenforschung Weiterdenken.

 

Berger, Hannah, Jahrgang 1997, Studium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Eichstätt, laufende Promotion zu Gender und Körperpolitik in dystopischen Fiktionen an der KU Eichstätt-Ingolstadt und der KSH München, Promotionsförderung durch das KU-Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen (zuvor: Promotionsförderung der Hanns-Seidel-Stiftung und der Erich Pawlu-Literaturstiftung).

 

Born, Veronika, M. A., Jahrgang 1994, Studium der Germanistik, der Englischen Literaturwissenschaft und des Deutschen als Fremdsprache in Eichstätt, derzeit Doktorandin an der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der KU Eichstätt-Ingolstadt (Deutschland), Ko-Leiterin des ZRKG-Nachwuchsnetzwerks.

 

Catani, Stephanie, Prof. Dr., Studium der Germanistik und Romanistik in Bochum und Sevilla (Spanien), Promotion an der Universität Würzburg, Habilitation an der Universität Bamberg, 2017-2021 Leiterin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität des Saarlandes, seit 2021 Leiterin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Würzburg, Forschungsschwerpunkte: Literatur(wissenschaft), Kunst und Medien im Zeichen Künstlicher Intelligenz; Literatur und Digitalität; Intermedialität (Film und Literatur / Fotografie und Literatur), Literatur der Gegenwart und der Moderne.

 

Conterno, Chiara, Prof. Dr., Jahrgang 1981, Studium der Germanistik und Anglistik in Padua und München, Promotion an der Universität Padua in Cotutelle-Verfahren mit der LMU München. 2010-2016 Postdoc-Stipendiatin an der Universität Verona. 2016-2020 Tenure Track an der Universität Bologna. Seit 2020 Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Bologna. Mehrere Forschungsstipendien in Österreich und Deutschland.

 

Di Bella, Arianna, Jahrgang 1978, Associate Professorin für deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Palermo. Promotion 2006, Habilitation 2019. Visiting Professor an der Departamento de Estudos Germanísticos der Universität do Porto 2018-2019. Forschungsschwerpunkte: Franz Kafka, Christoph Martin Wieland, Migrantenliteratur, interkulturelle Literatur, postmigrantische Literatur (SAID, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Yoko Tawada, Sudabeh Mohafez, Deniz Ohde, Dilek Güngör), Elisabeth Werner und Familienromane.

 

Finch, Helen, Prof. Dr, Studium der Germanistik und Slawistik in Dublin und Glasgow, Promotion an der Trinity College Dublin, seit 2023 Professor of German Literature an der Universitat Leeds, Grossbritannien. Mitleiterin des School of Languages, Cultures and Societies Centre for Global Queer Cultures and Politics.

 

Gaitsch, Myriam, Postdoc im FWF-Projekt „Neue Mitleidsökonomie und affektive Staatlichkeit“ (Projektleitung: Brigitte Bargetz, Markus Griesser) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien und Senior Scientist in der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) sowie kooptiertes Vorstands-mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF).

 

Gauly, Bardo Maria, Dr. phil., Jahrgang 1957, Studium der Lateinischen und Griechischen Philologie sowie der Kath. Theologie in Freiburg i.Br. und Tübingen, Promotion an der Universität Tübingen, Habilitation an der Universität Kiel, von 2007 bis 2023 Professor für Klass. Philologie an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

 

Grazzini, Serena, Prof. Dr., Jahrgang 1969, Studium der Germanistik in Pisa und in Tübingen, Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Universität Pisa promoviert; mehrjährige DAAD-Stipendiatin an den Universitäten Halle-Wittenberg, Regensburg und Mainz. Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Pisa, zurzeit Leiterin des fakultätsübergreifenden Zentrums für Jüdische Studien (CISE) „Michele Luzzati“ (Pisa).

 

Griesser, Markus, Postdoc-Mitarbeiter sowie Projektleiter des FWF-Projekts „Neue Mitleidsökonomie und Affektive Staatlichkeit“ (zs. mit Brigitte Bargetz) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien.

 

Herrmann, Friederike, Jg. 60, Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Volkskunde in Göttingen und Hamburg; journalistisches Volontariat und mehrjährige Tätigkeit als Redakteurin; wiss. Mitarbeiterin und Promotion in Medienwissenschaft an der Univ. Tübingen, 2008-2012 Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Textproduktion an der Hochschule Darmstadt, seit 2012 Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

 

Höhn, Hans-Joachim, Dr. theol. habil., Jahrgang 1957, Studium der Philosophie und Kath. Theologie in Frankfurt und Rom, Promotion in Freiburg, Habilitation in Bonn, 1991-2023 Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität zu Köln.

 

Kreuzmair, Elias, Dr. phil., Jahrgang 1986, Studium der Neueren deutschen Literatur, der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaften und der Soziologie in München und Paris, Promotion in Neuerer deutscher Literatur an der Universität Greifswald, seit 2025 Leiter des DFG-Projekts „Lesen schreiben. Poetologien des Wissens über Lektüre“ ebendort.

 

Rostalski, Frauke absolvierte ihr Studium der Rechtswissenschaft (2004-2009) und ihr Referendariat (2011-2013) in Marburg. Daran schloss sie eine Promotion (2011) sowie eine durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Habilitation (2017) an der Philipps-Universität Marburg an. 2017 wurde sie im Fach Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena promoviert. Ein durch Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) und des Marie-Curie-Programms der Europäischen Union sowie der VW-Stiftung geförderter Forschungsaufenthalt führte sie an die State University of New York, Buffalo, NY (2016-2017). Sie lehnte Rufe der Universität Augsburg (2018) und der Universität Liechtenstein (2021) ab und ist seit 2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. 2020 wurde Frauke Rostalski als Mitglied in den Deutschen Ethikrat berufen. 2024 wurde sie für eine zweite Amtszeit als Mitglied des Ethikrates berufen. Zudem leitet Sie zahlreiche (drittmittelgeförderte) Forschungsprojekte. Darunter zählen seit Januar 2019 das Zertifizierungsprojekt KI.NRW und seit Juni 2021 das Projekt „PREVENT – Einsatz von Social Bots durch Behörden“. Zudem leitet Sie seit Dezember 2021 das Projekt „KITQAR – KI-Test und Trainingsdatenqualität in der digitalen Arbeitsgesellschaft“.

 

Schmidt, Bernward, Dr. theol., Jahrgang 1977, Studium der Geschichte und Katholischen Theologie in Freiburg (Breisgau) und Münster (Westfalen), Promotion in Katholischer Theologie an der Universität Münster, 2011-2018 Juniorprofessor für Kirchengeschichte an der RWTH Aachen, seit 2018 Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

 

Stauffer, Isabelle, Prof. Dr., Studium der Deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Zürich und der HU Berlin, Promotion an der Universität Zürich, Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit 2018 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der KU Eichstätt-Ingolstadt, Stellvertretende Direktorin des KU Zentrums Religion, Kirche, Gesellschaft im Wandel.

 

Thiele, Martina, Prof. Dr., Jahrgang 1967, Studium der Slavischen Philologie, Politikwissenschaft sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Göttingen. Promoviert mit einer Studie zu publizistischen Kontroversen über den Holocaust im Film, Habilitation zu Medien und Stereotypen. Seit 2020 Professorin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen mit Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung. Mitherausgeberin der Zeitschrift Journalistik/Journalism Research.

 

von Maur, Imke, Dr. phil., Studium der Kognitionswissenschaft in Duisburg-Essen und Osnabrück, Promotion in Osnabrück, seit 2024 Professorin für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, amtierende Präsidentin der European Philosophical Society for the Study of Emotions (EPSSE), Sprecherin des DFG-Netzwerks „Critical Emotion Theory“ und Fakultätsmitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Practicing Place“.

 

Zöpfl, Katharina, MA, Studium Kultur- und Medien, Philosophie und Germanistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl Philosophie an der KU. Promotionsprojekt: „Wer erzählt sich? Eine kritisch-phänomenologische Analyse narrativer Identität“.

Call for Posters

Die Tagung möchte in ihrer inhaltlichen Ausrichtung zugleich ein Forum für den Austausch über laufende oder geplante Forschungsprojekte bieten. Wir laden mit diesem Call for Posters Wissenschaftler:innen aller Karrierestufen ein, sich für eine Präsentation von Projekten im skizzierten Themenbereich der Tagung zu bewerben. Es können Poster zu Projekten aus den Sozial-, Kommunikations-, Bildungs-, Geistes- und Kulturwissenschaften wie auch inter- oder transdisziplinäre oder Transfer-Projekte eingereicht werden. Es kann sich dabei um Einzel- oder Verbundprojekte, um Qualifikationsarbeiten, Forschungsgruppen oder auch Transferprojekte handeln. Für die Bewerbung bitten wir darum, ein Abstract des Projekts im Umfang von 250-300 Wörtern einzureichen. 

Auf der Tagung sind für den Dienstagnachmittag und Mittwochvormittag zwei einstündige Zeitslots für einen Posterslam vorgesehen. Auf den Posterslams sollen alle Poster durch einen kurzen, ca. 2-3-minütigen „Pitch“ vorgestellt werden. Dabei haben die Posterbeitragenden die Möglichkeit, mit den Tagungsteilnehmenden zu ihren Posterbeiträgen ins Gespräch zu kommen. 

Formale Hinweise: Bitte füllen Sie das Dokument „Bewerbung für eine Posterpräsentation“ aus. Ihr Poster kann im Format A0 oder A1 am besten im Hochformat gestaltet sein. Auf dem Poster müssen der/die Name/n der Verantwortlichen sowie ihre institutionelle Zugehörigkeit kenntlich gemacht werden. Als Sprachen sind Englisch und Deutsch möglich. Wer möchte, kann das Poster im pdf-Format im Vorfeld der Tagung schicken; es wird dann digital auf der Homepage gemeinsam mit dem dazugehörigen Abstract bereitgestellt und kann so ein weiteres Publikum erreichen. 

Zur Gestaltung von wissenschaftlichen Postern gibt es viele gute Leitfäden und Tutorials. Beispielhaft sei hier auf den Leitfaden der Universität Bremen verwiesen:

https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/sites/studierwerkstatt/Leitfaden_wissenschaftliche_Poster_erstellen.pdf 

Deadline für Einreichungen ist der 15. Januar 2026. 

Die Beurteilung der Skizze und die Auswahl für die Postersession erfolgen durch das wissenschaftliche Organisationsteam der Tagung. Die Bewerber/-innen werden bis 15.02.2026 über die Zulassung ihres Posters informiert.

Für die Posterbeitragenden entfallen die Tagungsgebühren. Zudem übernimmt das ZRKG die Übernachtungskosten während der gesamten Tagung – anfallende Reisekosten können jedoch nicht übernommen werden.

Organisation und Kontakt

Die Tagung wird von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe vorbereitet:

Prof. Dr. Rico Behrens, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, KU Eichstätt-Ingolstadt

Prof. Dr. Martin Kirschner, Theologische Fakultät, KU Eichstätt-Ingolstadt

Prof. Dr. Liane Rothenberger, Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Bamberg

 

Tagungsbüro:

Geschäftsstelle ZRKG
Am Salzstadel 1
85072 Eichstätt

E-Mail: ZRKG-Conference(at)ku.de

Sekretariat: Theresia Böhm

Tel: +49 8421 9323226