Die 3. ZRKG-Tagung nimmt Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr in den Blick, die in ihren Wechselwirkungen mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit(en) reflektiert werden. Die Frage nach Kontroversen und Inhalten verbindet sich mit Fragen von Medialität und Diskursformaten, von Streitkultur und der Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden. Die Tagung ist interdisziplinär angelegt und am Austausch zwischen den Fächern interessiert, um multiperspektivische Zugänge zum Thema zu gewinnen.
Die Versprechen liberaler Demokratie und die Hoffnungen von 1989 sind im 21. Jahrhundert immer weiter sich zuspitzenden Krisen und Polarisierungen gewichen. Diese gehen einher mit einer Hinwendung zu autoritären Herrschaftsformen, sich abzeichnenden neuen Formen totalitärer Kontrolle und eskalierender innergesellschaftlicher wie zwischenstaatlicher Gewalt. Die Ideale einer bürgerlichen Öffentlichkeit, einer deliberativen Politik und einer Konfliktbearbeitung auf Basis eines geteilten Grundkonsenses und einer regelbasierten Ordnung erweisen sich als brüchig, wenn nicht illusionär. Versuche, einen Konsens einzufordern, die sozialen Medien zu regulieren oder eine „regelbasierte Ordnung“ durchzusetzen bleiben hoch ambivalent, indem sie selbst neue Formen der Exklusion produzieren, oft selektiv angewandt werden und die Konflikte verschärfen, die sie einzudämmen suchen. Krisendiskurse in der Öffentlichkeit bewegen sich in der Spannung von Öffnung und Abwehr: Freiheit, Dialog, Anerkennung und Respekt werden als Werte eingefordert, zugleich aber eingeschränkt, um im Namen ihrer Sicherung Feinde im Innern und Außen, „Extremismus“ und „Falschinformation“ zu bekämpfen. Zugleich ist der öffentliche Raum einem tiefgreifenden Strukturwandel unterworfen, durch Digitalisierung und neue Medien, durch neue Formen der Kontrolle und der Propaganda, durch eine Politisierung des Privaten, der Sprache, der Wissenschaft, usw. Dabei geht es um Fragen von Teilhabe und Ausschluss, um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit, von militärischer Logik und zivilem Widerstand, um die Tiefe rechtlicher und polizeilicher Eingriffe (beispielsweise in Phasen der Pandemie, in der Abwehr von Terror, im Umgang mit Datenschutz und Meinungsfreiheit), um Notwendigkeit und Grenzen von Aktivismus (etwa angesichts der Situation in Gaza, von Kriegen und Militarisierung, von Klimawandel und Artensterben). Die Art und Weise, in der diese Diskurse ausgetragen werden, wird häufig als rau beschrieben, als polarisierend und ausgrenzend. Die Diagnosen einer „Diskursverengung“ und „Cancel-Culture“ stehen im Raum. Freund-Feind-Differenzen werden betont und Kriegsrhetorik verwendet. Der gesellschaftliche Zusammenhalt löst sich in fragmentierte Öffentlichkeiten auf, der Grundsatz einer gewaltfreien und offenen Diskussionskultur wird in Frage gestellt. Digitale Kommunikationswelten schaffen anonymisierte Räume für eingrenzende und diskriminierende Narrative, in denen Diskursverengungen perpetuiert werden.
All diese Phänomene werfen die Frage nach der politischen Kultur und dem Ethos auf, das Demokratie (oder ihre Demokratisierung) ermöglicht. Welche Haltungen, Werte und Grundüberzeugungen tragen eine freiheitliche, offene Gesellschaft? Welche Rolle spielen Affektivität, Konfliktivität und Diskurs, welche Rolle kommt Religion, Kultur und Spiritualität zu? Was kann Zusammenleben ermöglichen, wenn ein „Grundkonsens“ nicht vorausgesetzt werden kann? Welche normativen Prinzipien, kommunikativen Strategien oder spirituellen Ressourcen lassen sich aufrufen, um konstruktiv auf die Herausforderungen zu antworten? Welche Modelle, Haltungen, Praxen und Bildungsansätze sind in der Lage, Diskurs und Dialog auf den verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen zu befördern?
Ausgehend von diesen Fragen nimmt die 3. Tagung des ZRKG Krisendiskurse in der Spannung von Öffnung und Abwehr in den Blick, die in ihren Wechselwirkungen mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit(en) reflektiert werden. Die Frage nach Kontroversen und Inhalten verbindet sich mit Fragen von Medialität und Diskursformaten, von Streitkultur und der Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden. Die Tagung ist interdisziplinär angelegt und am Austausch zwischen den Fächern interessiert, um multiperspektivische Zugänge zum Thema zu eröffnen und die Herausforderungen transdisziplinär zu diskutieren.
(Stand 07.04.2026)
14:30-15:00 Ankommen & Registrierung
15:00-15:30 Eröffnung und inhaltliche Hinführung
Liane Rothenberger/Rico Behrens & Martin Kirschner
15:30-17:30 Keynote-Vorträge jeweils mit Diskussion
Moderation: Martin Kirschner
„Krise der Demokratie – Demokratie als Krise. Radikaldemokratische Perspektiven“
Oliver Marchart, Wien
„Pluralität und Polarisierung. Ein theologisches Plädoyer für den (moralischen) Universalismus“
Hans-Joachim Höhn, Köln
17:30-18:00 Pause
18:00-19:30 Öffentliche Veranstaltung mit Ilija Trojanow, Lesung aus „Das Buch der Macht“
Moderation: Isabelle Stauffer
ab 19:30 Abendimbiss und Get Together
9:00-10:00 Keynote-Vortrag mit Diskussion
Moderation: Liane Rothenberger
“The Problem of Emotions and Public Discourse”
Eva Illouz, Jerusalem
10:00-10:15 Pause
10:15-12:30 Workshops: Projektpräsentation und -diskussion (parallel):
A. „Digitale Instanzen der Wertebildung - Individuelle und gesellschaftliche Konstruktionspraktiken“
Rico Behrens & Katharina Karl
B. “The art and spirituality of deliberative democracy in antagonistic society: Places, formats and conditions for dealing with transformation conflicts”
Martin Kirschner, Martin Schneider, Isabelle Stauffer & Joost van Loon
12:30-14:00 Mittagspause
14:00-15:30 Panels (parallel)
Panel 1.1: Krisenerzählungen der Gegenwart (Teil 1)
Lead: Isabelle Stauffer & Chiara Conterno
“'Es geht nicht darum, Widersprüche aufzulösen, (...) sondern sie auszuhalten.' Krisen und Krisenverhandlungen in Juli Zehs Über Menschen”
Chiara Conterno, Bologna
„Erschütterungen: Die Erdbeben-Romane ‚Takeshis Haut‘ (2014) von Lucy Fricke und ‚Rombo‘ (2022) von Esther Kinsky“
Veronika Born, Eichstätt
„Krise der Zukunft? Zur Denkfigur des Futur II in der Gegenwartsliteratur“
Elias Kreuzmair, Greifswald
„Dystopische Fiktionen als Krisenerzählungen der Gegenwart“
Hannah Berger, Eichstätt
Panel 2: Gesellschaftliche Krisenbewältigung im Zeitalter der Anpassung. Sozialethische Reflexionen zu resilienter Demokratie
Lead: Martin Schneider & Rico Behrens
“Resilienz statt Fortschritt? Zum Wandel politischer Legitimationsprobleme in Zeiten der Kipppunkte”
Martin Schneider, Eichstätt
“Bürgerschaftliche Resilienz in Zeiten geopolitischen Wandels”
Rico Behrens & Lisa Schmidt, Eichstätt
„Resilient citizenship: Konturen eines neuen demokratietheoretischen Leitbilds“
Verena Frick, Würzburg
15:30-16:00 Pause
16:00-17:00 Postersession I
Moderation: Dr. Sebastian Kießig
17:00-17:15 Pause
17:15-18:45 Panels (parallel)
Panel 1.2: Krisenerzählungen der Gegenwart (Teil 2)
Lead: Isabelle Stauffer & Chiara Conterno
„Queere Zukunftsvisionen in Krisenzeiten: Poetik, Solidarität, Verweigerung“
Helen Finch, Leeds
"Digitale Krisenpoetik. Generative Literatur als Reflexionsraum im Anthropozän"
Stephanie Catani, Würzburg
„Geopolitische und identitäre Grenzen im europäischen Krisenkontext: Eine literarische Untersuchung der Werke von Maxi Obexer und Anna Rottensteiner“
Arianna di Bella, Palermo
„Trotzdem schreiben: zeitgenössische Autor:innen vor der aktuellen Lage im Nahen Ost“
Serena Grazzini, Pisa
Panel3: Affektive Narrative (in) der Krise - Selbstverhältnis und Subjektivierung im Politischen
Lead: Imke von Maur & Katharina Zöpfl
„Erzählen als erzählt werden: Affektive Narrative des umkämpften Selbst“
Imke von Maur & Katharina Zöpfl, Eichstätt
„Politische Subjektivierungsweisen in Zeiten der Vielfachkrise: Food Charity‘s affektive Narrative“
Brigitte Bargetz, Myriam Gaitsch & Markus Griesser
ab 19:30 Gemeinsames Abendessen
8:30-9:30 Keynote-Vortrag mit Diskussion
Moderation: Bernward Schmidt
„Invektive Dynamiken und die (De-) Konstruktion von Öffentlichkeit – historische und aktuelle Schlaglichter“
Gerd Schwerhoff, Dresden
9:45-11:15 Panels (parallel)
Panel 4: Transformation – Krise – Invektivität. Die polemogene Seite gesellschaftlicher Ordnungen
Lead: Bernward Schmidt
„Orthodoxie und Status: Hieronymus versus Rufin“
Bardo M. Gauly, Eichstätt
„Krisen und Invektiven um 1700: Christian Thomasius, der Pietismus und die literaturkritische Zeitschrift“
Isabelle Stauffer, Eichstätt
„Die Effizienz der Invektivität. Überlegungen zu Konstellationen in der reformatorischen Öffentlichkeit“
Bernward Schmidt, Eichstätt
Panel 5: Öffentlichkeit, Framing und Affekte
Lead: Friederike Herrmann, Markus Riedenauer & Liane Rothenberger
„Meinungsfreiheit in Gefahr? ‚Cancel Culture‘ – Vorwürfe im öffentlichen Diskurs“
Martina Thiele, Tübingen
„Toxische Narrative als Herausforderung für den Journalismus“
Friederike Herrmann, Eichstätt
„Miteinander reden: Die Erosion des freien Diskurses in Deutschland“
Frauke Rostalski, Köln
11:15-11:30 Pause
11:30-12:30 Postersession II
Moderation: Justin Veit, Eichstätt
12:30-13:30 Abschlusspodium und Verabschiedung
Eröffnung, Abschluss und Moderation: Martin Kirschner, Eichstätt
Podium: Rico Behrens, Eichstätt, Hans-Joachim Höhn, Köln
Tagungsbeobachter: Justin Veit, Eichstätt
Bargetz, Brigitte, Prof. Dr., Professorin für Soziologische Theorie und Sozialanalyse an der JKU Linz sowie Projektleiterin des FWF-Projekts „Neue Mitleidsökonomie und Affektive Staatlichkeit“ (zs. mit Markus Griesser) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien; Mitherausgeberin der Zeitschrift „Femina Politica“, Mitglied des DFG-Netzwerks Kritische Männlichkeitenforschung Weiterdenken.
Behrens, Rico, Prof. Dr., Studium an der TU Dresden, Promotion (2013) an der Univ. Marburg, seit 2019 Inhaber der Professur für Politische Bildung an Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er lehrt und forscht zu den Schwerpunkten Rechtsextremismus als Herausforderung für die politische Bildung, Demokratie lernen sowie Digitalität und politische Bildung und Didaktik der Sozialkunde.
Berger, Hannah, Jahrgang 1997, Studium der Germanistik, Journalistik und Kunstgeschichte in Eichstätt, laufende Promotion zu Gender und Körperpolitik in dystopischen Fiktionen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der KSH München, Promotionsförderung durch das KU-Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen (zuvor: Promotionsförderung der Hanns-Seidel-Stiftung und der Erich Pawlu-Literaturstiftung).
Born, Veronika, M. A., Jahrgang 1994, Studium der Germanistik, der Englischen Literaturwissenschaft und des Deutschen als Fremdsprache in Eichstätt, derzeit Doktorandin an der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Deutschland), Ko-Leiterin des ZRKG-Nachwuchsnetzwerks.
Catani, Stephanie, Prof. Dr., Studium der Germanistik und Romanistik in Bochum und Sevilla (Spanien), Promotion an der Universität Würzburg, Habilitation an der Universität Bamberg, 2017-2021 Leiterin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität des Saarlandes, seit 2021 Leiterin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Würzburg, Forschungsschwerpunkte: Literatur(wissenschaft), Kunst und Medien im Zeichen Künstlicher Intelligenz; Literatur und Digitalität; Intermedialität (Film und Literatur / Fotografie und Literatur), Literatur der Gegenwart und der Moderne.
Conterno, Chiara, Prof. Dr., Jahrgang 1981, Studium der Germanistik und Anglistik in Padua und München, Promotion an der Universität Padua in Cotutelle-Verfahren mit der LMU München. 2010-2016 Postdoc-Stipendiatin an der Universität Verona. 2016-2020 Tenure Track an der Universität Bologna. Seit 2020 Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Bologna. Mehrere Forschungsstipendien in Österreich und Deutschland.
Di Bella, Arianna, Jahrgang 1978, Associate Professorin für deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Palermo. Promotion 2006, Habilitation 2019. Visiting Professor an der Departamento de Estudos Germanísticos der Universität do Porto 2018-2019. Forschungsschwerpunkte: Franz Kafka, Christoph Martin Wieland, Migrantenliteratur, interkulturelle Literatur, postmigrantische Literatur (SAID, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Yoko Tawada, Sudabeh Mohafez, Deniz Ohde, Dilek Güngör), Elisabeth Werner und Familienromane.
Finch, Helen, Prof. Dr, Studium der Germanistik und Slawistik in Dublin und Glasgow, Promotion an der Trinity College Dublin, seit 2023 Professor of German Literature an der Universitat Leeds, Grossbritannien. Mitleiterin des School of Languages, Cultures and Societies Centre for Global Queer Cultures and Politics.
Frick, Verena, PD Dr., Jahrgang 1986, Studium der Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft und Journalistik in Leipzig, Promotion an der Universität Erfurt, Habilitation an der Universität Göttingen, seit 04/2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Politische Theorie an der Universität Würzburg.
Gaitsch, Myriam, Postdoc im FWF-Projekt „Neue Mitleidsökonomie und affektive Staatlichkeit“ (Projektleitung: Brigitte Bargetz, Markus Griesser) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien und Senior Scientist in der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) sowie kooptiertes Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF).
Gauly, Bardo Maria, Dr. phil., Jahrgang 1957, Studium der Lateinischen und Griechischen Philologie sowie der Kath. Theologie in Freiburg i.Br. und Tübingen, Promotion an der Universität Tübingen, Habilitation an der Universität Kiel, von 2007 bis 2023 Professor für Klass. Philologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Grazzini, Serena, Prof. Dr., Jahrgang 1969, Studium der Germanistik in Pisa und in Tübingen, Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und an der Universität Pisa promoviert; mehrjährige DAAD-Stipendiatin an den Universitäten Halle-Wittenberg, Regensburg und Mainz. Professorin für Deutsche Literatur an der Universität Pisa, zur Zeit Leiterin des fakultätsübergreifenden Zentrums für Jüdische Studien (CISE) „Michele Luzzati“ (Pisa).
Griesser, Markus, Dr., Promotion (2010) in Politikwissenschaft, Postdoc-Mitarbeiter sowie Projektleiter des FWF-Projekts „Neue Mitleidsökonomie und Affektive Staatlichkeit“ (zs. mit Brigitte Bargetz) am Institut für Soziologie und Empirische Sozialforschung der WU Wien.
Herrmann, Friederike, Prof. Dr., Jahrgang 1960, Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Volkskunde in Göttingen und Hamburg; journalistisches Volontariat und mehrjährige Tätigkeit als Redakteurin; wiss. Mitarbeiterin und Promotion in Medienwissenschaft an der Univ. Tübingen, 2008-2012 Professorin für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Textproduktion an der Hochschule Darmstadt, seit 2012 Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Höhn, Hans-Joachim, Prof. Dr., Jahrgang 1957, Studium der Philosophie und Kath. Theologie in Frankfurt und Rom, Promotion Theologie an der Univ. Freiburg/Br. (1984), Habilitation an der Univ. Bonn (1989), 1991-2023 Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität zu Köln.
Illouz, Eva, Prof. Dr., Jahrgang 1961, Studium in Paris sowie an der University of Pennsylvania in den USA, dort Promotion (1991), seit 2006 Professorin für Soziologie und Anthropologie an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie seit 2015 an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris; seit 2022 zusätzlich Seniorprofessorin für Theory of Emotions & Modernity an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen; Illouz erhielt zahlreiche Auszeichnungen und nahm verschiedene Gastprofessuren wahr.
Karl, Katharina, Prof. Dr., Studium der Katholischen Theologie und Germanistik, 2005 Promotion im Fach Religionspädagogik, 2014 Habilitation im Fach Pastoraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, seit 2020 Inhaberin der Professur für Pastoraltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Kirschner, Martin, Dr. theol. habil., Jahrgang 1974, Studium der Kath. Theologie und Politikwissenschaft in Trier und Tübingen, Promotion und Habilitation in Kath. Theologie an der Univ. Tübingen, seit 2016 Professor für Theologie in Transformationsprozessen der Gegenwart an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt , Direktor des KU Zentrums Religion, Kirche, Gesellschaft im Wandel (ZRKG).
Kreuzmair, Elias, Dr. phil., Jahrgang 1986, Studium der Neueren deutschen Literatur, der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaften und der Soziologie in München und Paris, Promotion in Neuerer deutscher Literatur an der Universität Greifswald, seit 2025 Leiter des DFG-Projekts „Lesen schreiben. Poetologien des Wissens über Lektüre“ ebendort.
Marchart, Oliver, Dr.phil. (Wien), PhD (Essex), Studium der Philosophie an der Universität Wien und der Politikwissenschaft (Doktorat) an der University of Essex. Seit 2016 Univ.-Professor für Politische Theorie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien.
Riedenauer, Markus, Prof. Dr., Jahrgang 1966, Philosophiestudium an der Hochschule für Philosophie und zugleich den Diplomstudiengang in katholischer Theologie an der Universität München, Promotion in Philosophie an der Universität Wien (1997), Habilitation im Fach Philosophie an der Univ. Frankfurt am Main (2006), seit 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Rostalski, Frauke, Prof. Dr. iur. habil., Dr. phil., Studium der Rechtswissenschaft und Referendariat in Marburg, Promotion in der Rechtswissenschaft (2011) und Habilitation (2017) an der Philipps-Universität Marburg, Promotion im Fach Philosophie (2017) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, seit 2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln, seit 2020 Mitglied des Deutschen Ethikrats, Leiterin zahlreicher (drittmittelgeförderte) Forschungsprojekte, bspw. das Zertifizierungsprojekt KI.NRW, „PREVENT – Einsatz von Social Bots durch Behörden“ oder „KITQAR – KI-Test und Trainingsdatenqualität in der digitalen Arbeitsgesellschaft“.
Rothenberger, Liane, Prof. Dr., Studium der Journalistik mit den Nebenfächern Romanistik und Musikwissenschaft, Promotion im Fach Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Habilitation an der Technischen Universität Ilmenau, 2021 bis 2025 Inhaberin der Professur für Medien und Öffentlichkeit an der KU Eichstätt-Ingolstadt, seit 2025 Inhaberin des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Bamberg.
Schmidt, Bernward, Dr. theol., Jahrgang 1977, Studium der Geschichte und Katholischen Theologie in Freiburg (Breisgau) und Münster (Westfalen), Promotion in Katholischer Theologie an der Universität Münster, 2011-2018 Juniorprofessor für Kirchengeschichte an der RWTH Aachen, seit 2018 Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Schmidt, Lisa, M. Ed., wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Politische Bildung an Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Schneider, Martin, Dr. theol., Jahrgang 1971, Promotion im Fach Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, seit 2023 Professor für Moraltheologie und Sozialethik an der School of Transformation and Sustainability der KU Eichstätt-Ingolstadt, Forschungen zu sozialökologischen Transformationsprozessen der Gegenwart und einer Ethik der Resilienz.
Schwerhoff, Gerd, Seniorprof. Dr., Jahrgang 1957, Studium der Geschichtswissenschaft, Soziologie und Pädagogik in Köln und Bielefeld, Promotion 1989, Habilitation 1996 mit einer Venia legendi in Mittlerer und Neuerer Geschichte an der Universität Bielefeld. Seit 2000 Professor, seit 2024 Seniorprofessor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der TU Dresden.
Stauffer, Isabelle, Prof. Dr., Studium der Deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Zürich und der HU Berlin, Promotion an der Universität Zürich, Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit 2018 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Stellvertretende Direktorin des KU Zentrums Religion, Kirche, Gesellschaft im Wandel.
Thiele, Martina, Prof. Dr., Jahrgang 1967, Studium der Slavischen Philologie, Politikwissenschaft sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Göttingen. Promoviert mit einer Studie zu publizistischen Kontroversen über den Holocaust im Film, Habilitation zu Medien und Stereotypen. Seit 2020 Professorin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen mit Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung. Mitherausgeberin der Zeitschrift Journalistik / Journalism Research.
Trojanow, Ilija, Deutscher Schriftsteller, Publizist, Übersetzer und Verleger, Jahrgang 1965, Studium der Rechtswissenschaften und Ethnologie an der Universität München, Gründer des Kyrill-und-Method-Verlag und des Marino-Verlags, zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (2018) und Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Belletristik (2006); https://trojanow.de/.
von Loon, Joost, Prof. Dr., Studium der Soziologie an der Erasmus Universität Rotterdam, Niederlande (1991), Master Soziologie Carleton University Ottawa, Kanada (1992), Promotion im Fach Soziologie an der Lancaster University, Großbritannien (1996), Inhaber des Lehrstuhls für Medienanalyse an der Nottingham Trent University, Großbritannien (2005), seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
von Maur, Imke, Dr. phil., Studium der Kognitionswissenschaft in Duisburg-Essen und Osnabrück, Promotion in Osnabrück, seit 2024 Professorin für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, amtierende Präsidentin der European Philosophical Society for the Study of Emotions (EPSSE), Sprecherin des DFG-Netzwerks „Critical Emotion Theory“ und Fakultätsmitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Practicing Place“.
Zöpfl, Katharina, MA, Studium Kultur- und Medien, Philosophie und Germanistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Promotionsprojekt: „Wer erzählt sich? Eine kritisch-phänomenologische Analyse narrativer Identität“.
Die Tagung möchte in ihrem Themenbereich zugleich ein Forum für den Austausch über laufende oder geplante Forschungsprojekte bieten. Hierzu wurde ein Call for Posters organisiert, der sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen wendete, um sich für eine Präsentation von Projekten zu bewerben.
Vorgesehen sind im Rahmen der Tagung zwei einstündige Zeitslots. Bei den beiden Sessions werden die eingereichten Poster durch einen kurzen, ca. 2-3-minütigen „Pitch“ vorgestellt werden. Dabei haben die Beitragenden die Möglichkeit, mit den Tagungsteilnehmenden über ihre Posterbeiträge ins Gespräch zu kommen.
Di, 02.06.2026, 16-17 Uhr
Session I
Kern, Christian, Dr. theol.
Performanzkritische Theologie – ein heteromorphologischer Forschungsansatz
Späth, Cora-Louisa, M.A.
Gender und das Böse in der Literatur
Endres, Philipp, Mag. Theol.
Im Raum der Weisheit. Die Hagia Sophia als Ort kollektiver Imagination und symbolischer Transformation
Gelardi, Lea, M.A.
Kirchenasyl gewähren — Über ein voraussetzungsvolles Aufnahmeverfahren
Faber, Christian, M.A.
Apokalyptische Krisendiagnostik zwischen Anschluss und Abbruch. Der kleine Otto Bauer und die (Un)Übersetzbarkeit religiöser Deutung in säkulare Öffentlichkeiten.
Mi, 03.06.2026, 11.30-12.30 Uhr
Session II
Mayer, Anna-Maria, Dr. phil.
Mehr als Unterricht: Auswirkungen der Interaktion zwischen Lehrkraft und Schüler:innen auf pluralistische Einstellung von Schüler:innen
Lang, Elisabeth, M.A.
„Holocaust Education and Beyond“
Bazyar-Gudrich, Benedict, M.A.
Diametrale Deutungen: Perspektiven diskursgestaltender Akteur:innen auf die Islamdiskurse im postmigrantischen Deutschland
Kern, Christian, Dr. theol.
Postsecular performances – Critical Analyses of power dynamics in polito-performative practices
Laumer Angelika, Dr./Lang Elisabeth, M.A./Scherschel, Karin, Prof. Dr.
“Erinnerungsarbeit muss immer ein Stachel in der Gesellschaft sein. Nur dann ist sie gut.” Zum Beitrag zivilgesellschaftlicher Initiativen zur Demokratisierung öffentlicher Erinnerung an rassistische und antisemitische Gewalt
Leśniczak, Rafał, Dr. habil., Associate Prof.
Politische Kultur und politische Kommunikation im Kontext der tiefgreifenden Mediatisierungsprozesse, der digitalen Geworfenheit und des Medienkonsums
Alle Interessierten sind zur Tagung herzlich eingeladen.
Sofern Sie an der Tagung oder einzelnen Teilen ohne Mahlzeiten teilnehmen möchten, ist eine Anmeldung vorab erbeten. Sofern Sie an der Tagung oder einzelnen Teilen mit Mahlzeiten teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis 20. Mai 2026 über den Button “Anmeldung” verbindlich an.
Die Tagung wird von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe vorbereitet:
Prof. Dr. Rico Behrens, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, KU Eichstätt-Ingolstadt
Prof. Dr. Martin Kirschner, Theologische Fakultät, KU Eichstätt-Ingolstadt
Prof. Dr. Liane Rothenberger, Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Bamberg
Tagungsbüro und Kontakt:
Geschäftsstelle ZRKG
Am Salzstadel 1
85072 Eichstätt
E-Mail: ZRKG-Conference(at)ku.de
Sekretariat: Theresia Böhm
Tel: +49 8421 9323226