Drittmittelprojekte

am Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie

TROST – Trauerberatung optimal gestalten: Studie zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Empfehlungen

2Logos: TROST & Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Trauerberatung richtet sich an psychisch gesunde Personen, die Unterstützung bei der Bewältigung eines Verlusts benötigen. Die Studie TROST beschäftigt sich mit Trauerberatung auf wissenschaftlicher Ebene. Ziel des Projekts ist es, Best-Practice-Empfehlungen zur Gestaltung von Trauerberatungsangeboten zu entwickeln. Obwohl Trauerberatung von verschiedenen Organisationen angeboten wird und eine lange Tradition hat, sind viele relevante Fragen offen, z.B. wie wirksam Trauerberatung ist, wie sie am besten gestaltet sein sollte, um Trauernde optimal zu unterstützen und welche Zielgruppe von welchen Angeboten profitiert. TROST möchte diese Fragen in vier Teilprojekten bzw. Modulen beantworten: Das erste Modul befasst sich mit einer Meta-Analyse über verfügbare Forschungsbefunde im Kinder- und Jugendbereich und untersucht die Wirksamkeit von Trauerinterventionen. Das zweite Modul untersucht die derzeitige Ausgestaltung von Trauerberatungsangeboten in Bayern und erfasst mittels Befragungen Bedürfnisse, Wünsche und Zufriedenheit mit Beratung bei Trauerberater*innen sowie erwachsenen und minderjährigen Klient*innen. Ziel des dritten Moduls ist es, einen Kurzfragebogen zur Einschätzung der aktuellen Trauerbelastung zu entwickeln, um schnell den individuellen Unterstützungsbedarf von Betroffenen zu ermitteln. Die Module zwei und drei finden in Kooperation mit verschiedenen Trauerberatungsorganisationen statt. Im vierten Modul werden die aus den vorherigen drei Modulen abgeleiteten Empfehlungen in einem Konsensprozess mit Experten abgestimmt und zusammengefasst.

 

Beginn des Projektes: Oktober 2019
Gefördert von: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Kontakt: PD Dr. Bettina Doering, Dipl. Psych. Christina Hanauer, Berit Telaar M.Sc. oder
                trauerberatung(at)ku.de

 

YOURTREAT – Eine randomisiert kontrollierte Psychotherapiestudie für Traumatherapie bei jungen Geflüchteten – Kooperationsambulanz

2 Logos: YOURTREAT - BMBF

YOURTREAT untersucht als eines von drei Subprojekten im Rahmen des BMBF geförderten Projekts YOURHEALTH die Wirksamkeit von Traumatherapie bei jungen Geflüchteten. Die Hochschulambulanz unserer Universität wirkt als eines von vier Behandlungszentren an der randomisiert-kontrollierten Behandlungsstudie zur Überprüfung der Wirksamkeit der Narrativen Expositionstherapie für Kinder und Jugendliche (KidNET) bei dieser speziellen Zielgruppe mit.

Genauer gesagt, ist das Ziel von YOURTREAT herauszufinden, ob die Behandlung geflüchteter Kinder und Jugendlicher mit Hilfe von KidNET zu einer Reduktion von Symptomen psychischer Störungen, insbesondere der Posttraumatischen Belastungsstörung, führt. Dabei wird die KidNET-Behandlung mit der üblichen Behandlung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen im deutschen Gesundheitssystem verglichen.

Beginn des Projekts: Mai 2019
Projekt Homepage: YourTreat
Gefördert vom: BMBF, Bundesminiterium für Bildung und Forschung Link zum BMBF
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc
Kontakt: Dr. Verena Ertl, M. Sc. Melanie Jacob

BETTER CARE - Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung unbegleiteter Flüchtlinge durch gestufte Versorgungsansätze

2 Logos: betterCare - BMBF

Das Forschungsvorhaben BETTER CARE befasst sich mit der Evaluation eines gestuften Versorgungsansatzes für unbegleitete junge Flüchtlinge (UJF). In einem randomisierten Vorgehen werden teilnehmende Jugendhilfeeinrichtungen dem gestuften Versorgungsansatz (BETTER CARE) oder der üblichen Versorgung zugeordnet. UJF in beiden Versorgungsarmen werden wiederholt über 12 Monate nach ihrer aktuellen Belastung befragt. BETTER CARE beinhaltet eine evidenzbasierte trauma-fokussierte Verhaltenstherapie bei klinisch relevanten Stresssymptomen und ein präventives Gruppenprogramm bei milden bis moderaten Stresssymptomen. Weiterhin werden gesundheitsökonomische Aspekte sowie Fragestellungen zur Situation von UJF in der Jugendhilfe, in Gesundheitsprojekten sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe erhoben.


Beginn des Projekts: Februar 2019
Projekt Homepage: BetterCare
Gefördert vom: BMBF, Bundesminiterium für Bildung und Forschung Link zum BMBF
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc
Kontakt: Dr. Johanna Unterhitzenberger, M.Sc. Lauritz Müller, M.Sc. JonathanThielemann

 

BESTFORCAN – Bringing empirically supported treatments to children and adolescents after child abuse and neglect

2 Logos: BESTFORCAN - BMBF

Das Forschungsvorhaben BESTFORCAN hat zum Ziel, empirisch evaluierte und als wirksam bestätigte Behandlungsmethoden unter Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in der Praxis zu verbreiten und diese Implementierung zu evaluieren. Im Einzelnen soll hierbei die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche (Tf-KVT), die sich in verschiedenen Studien als wirksam erwiesen hat, unter niedergelassenen und in Ausbildung befindlichen Psychotherapeutinnen durch Trainings verbreitet und anschließend zum Teil
supervisorisch begleitet werden. Die Therapie richtet sich vor allem an misshandelte und vernachlässigte Kinder und Jugendliche, die infolge dieser traumatischen Erfahrungen eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt haben. Das in Eichstätt angesiedelte Subprojekt befasst sich besonders mit dem Einfluss der Supervision, indem übliche Supervision und traumaspezifische Supervision miteinander verglichen werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist durch die Verbreitung eines empirisch gestützten Manuals die psychotherapeutische Versorgung misshandelter und vernachlässigter Kinder und Jugendlicher zu verbessern. Zugleich soll die Akzeptanz und Effektivität von Online-Training und Supervision in der Vermittlung eines neuen Therapiemanuals evaluiert werden.


Beginn des Projekts: März 2019
Projekt Homepage: Bestforcan
Gefördert vom: BMBF, Bundesminiterium für Bildung und Forschung Link zum BMBF
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc
Kontakt: PD Dr. Antonia Barke, M.Sc. Katharina Goßmann

PROGRID - Therapie der Anhaltenden Trauerstörung

2 Logos: Progrid - DFG

Die Anhaltende Trauerstörung (ATS) ist mittlerweile als eigenständige psychische Störung anerkannt, die sich von der Majoren Depression und der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sowie anderen stressbedingten Störungen abgrenzen lässt - eine Aufnahme in die nächste Ausgabe des International Statistical Classification of Diseases (ICD-11) ist geplant. Hauptsymptome der ATS sind eine intensive Sehnsucht nach bzw. Beschäftigung mit dem Verstorbenen,und darüber hinaus Gefühle von Schock und Verbitterung, Schwierigkeiten, den Verlust zu akzeptieren, die Vermeidung von Erinnerungen an den Verlust und emotionale Taubheit sowie ein beeinträchtigtes Identitätsgefühl und zwischenmenschliche Probleme, z. B. Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen. Das Forschungsvorhaben PROGRID (prolonged grief disorder) befasst sich mit der Behandlung der ATS. In einem randomisierten kontrollierten Design wird an vier ambulanten Behandlungszentren die Wirksamkeit zweier verschiedener Therapieverfahren verglichen. In der sogenannten Trauerfokussierten Therapie (integrative cognitive behaviour therapy for prolonged grief; PG-CBT; Pfoh, Kotoucová & Rosner, 2015) wird der Schwerpunkt der Behandlung auf die Trauer selbst gelegt. In der sogenannten Gegenwartsakzentuierten Therapie (Present-Centered Therapy; PCT; Schnurr et al., 2003) stehen die durch die Trauer bedingten Alltagsschwierigkeiten im Fokus der Behandlung.


Beginn des Projekts: April 2017
Projekt Homepage: www.trauer-therapie.de
Gefördert durch: DFG, DeutscheForschungsgemeinschaft Link zur DFG
Flyer:   hier klicken zum Download
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc
Kontakt: Dipl.-Psych. Anna Vogel, M.Sc. Katharina Betz

TF-KVT-Web Online-Training für Therapeuten in der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche

Logo: TK-KVT

In diesem Projekt geht es um die Erstellung einer deutschsprachigen Version des US-amerikanischen internetbasierten Lernprogramms zur traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie (tf-CBT web). Dafür werden die Inhalte der US-amerikanischen Originalversion übersetzt und um einen Teil, der sich auf die Arbeit mit jungen Flüchtlingen bezieht, ergänzt. Das Lernprogramm soll später Therapeuten und Therapeutinnen, die eigene Therapien mit TF-KVT durchführen wollen, kostenlos zur Verfügung stehen und somit einen Beitrag zur Dissemination evidenzbasierter Verfahren liefern.

Beginn des Projekts: 2016
Projekt Homepage: TF-KVT
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc

“Entwicklungsangepasste kognitive Therapie für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung nach körperlichem und sexuellem Missbrauch – E-KVT“

2 Logos: E-KVT - BMBF

Sexueller und/oder physischer Missbrauch in der Kindheit und Jugend kann zur Entwicklung einer Vielzahl psychischer Störungen und Probleme führen. Ein hohes Risiko liegt dabei für die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) vor. Doch obwohl bekannt ist, dass diese Störung besonders schwere gesundheitliche Folgen hat, gibt es nur wenige evidenzbasierte psychotherapeutische Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene mit PTBS nach sexuellem und/oder physischem Missbrauch. Ziel des E-KVT-Projektes ist die Evaluation eines Therapiemanuals, das speziell zur Behandlung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konzipiert wurde. Dieses Manual basiert auf der Cognitive Processing Therapy – ein Therapieansatz, dessen gute Wirksamkeit bereits für Erwachsene nachgewiesen werden konnte. Integriert werden außerdem Elemente von Emotions- und Verhaltensmanagement-Trainings sowie die Auseinandersetzung mit für diese Altersgruppe typischen Entwicklungsaufgaben. Die neu entwickelte, aber auf bewährten Methoden basierende, E-KVT wurde in einer Pilotstudie erfolgreich überprüft. Fast alle teilnehmenden Patienten verbesserten sich. Neben der Überprüfung dieses Therapieansatzes werden in der multizentrischen Studie auch verschiedene andere Aspekte untersucht, wie z.B. neuronale Korrelate von PTBS, epigenetische Marker etc. Die zentrale Studienleitung liegt an der KU bei Frau Prof. Rita Rosner.

Laufzeit des Projekts: bis 2015
Projekt Homepage: traumatherapie-jugendliche
Gefördert vom: BMBF, Bundesminiterium für Bildung und Forschung
Weitere Angaben zum Forschungsprojekt unter KU.fordoc
Kontakt: Dipl.-Psych. Rima Eberle-Sejari; Dipl.-Psych. Anna Vogel