Von Bund oder Land geförderte Projekten (Auswahl)

BAYSICS – Bayerisches Synthese-Informations-Citizen Science Portal für Klimaforschung und Wissenschaftskommunikation

Antragstellerin:
Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette (Mathematisch-Geografische Fakultät; Professur für Physische Geographie/Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung)

Kooperationspartner:
Technische Universität München

Beschreibung:
Dieses Projekt ist Teil des Verbundprojekts „BAYSICS – Bayerisches Synthese-Informations-Citizen Science Portal für Klimaforschung und Wissenschaftskommunikation“. Einzuordnen ist dieses im Bayerischen Klimaforschungsnetzwerk (bayklif), welches im Rahmen des „Klimaschutzprogramm Bayern 2050“ im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst eingerichtet wurde. Das Netzwerk besteht aus mehreren Juniorforschergruppen und Verbundforschungsprojekten. Im Teilprojekt „Klimabedingte Änderungen der Pollenbelastung“ wird die klimabedingte Änderung der Pollenbelastung unter Berücksichtigung des Citizen Science-Ansatzes bestimmt. Es soll unter anderem geklärt werden, in welchen Parkanlagen bzw. Stadtvierteln Pollenallergikerinnen und -allergiker aufgrund der gegebenen Bepflanzung die Pollenexposition in relevanten Zeiträumen vermindern können. Die Ergebnisse zur Allergenität von Stadtgrün dienen u.a. als Grundlage für Entscheidungen bei Neuanpflanzungen oder bei der Neugestaltung von Grünflächen. Dadurch können Ökosystemleistungen wie z.B. Erholung, Klimaregulierung oder Verbesserung der Luftqualität aufrechterhalten werden, während die durch Pollen entstehenden „ecosystem disservices“ reduziert werden.

Förderer:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL),
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Laufzeit:
2018 - 2023

Projektwebseite:
https://www.baysics.de/klimaforschung/

Fordoc:
http://fordoc.ku-eichstaett.de/2516/

Kiez 4.0 – Ethisch-technologische Kriterien und Leitlinien für die Zertifizierungsmethodik von Künstlicher Intelligenz in der Luftfahrt

Antragsteller:
Prof. Dr. Alexis Fritz (Theologische Fakultät; Lehrstuhl für Moraltheologie)

Kooperationspartner:
Airbus Defence and Space GmbH; IILS Ingenieurgesellschaft für intelligente Lösungen und Systeme mbH;Universität Stuttgart; DFS Deutsche Flugsicherung GmbH; Prof. Dr. iur. Elmar M. Giemulla, Berlin; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.; Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.

Beschreibung:
KIEZ 4-0 liefert einen Beitrag zur Zertifizierung und Zulassung von Systemen in der Luftfahrt, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Die heutige Zertifizierung basiert auf modellbasierten, deterministischen Systemen. Da KI datenbasiert sowie teilweise nicht deterministisch ist, muss untersucht werden, inwieweit KI für eine Zulassung geeignet ist, und welche Änderungen/Erweiterungen unbedingt notwendig sind. Im engen Kontakt mit der EASA soll eine neue oder geänderte Zertifizierungsmethodik erarbeitet werden. Innerhalb des Verbundvorhabens forscht der Lehrstuhl für Moraltheologie danach, wie Zertifizierungsmethoden gestaltet werden können, um ethische Kriterien bei KI-Anwendungen sowie darauf gründende Entscheidungen nachvollziehbar und überprüfbar zu machen. Zudem steht die Frage im Fokus, welcher Zertifizierungsbedarf hinsichtlich der Mensch-Maschine-Interaktion bei (teil-)automatisierten KI-Anwendungen besteht.

Förderer:
Luftfahrtforschungsprogramm VI-1: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  

Laufzeit:
2020 - 2023

Projektwebseite:
www.ku.de/thf/moraltheologie/forschung-1/kiez40

TROST – Trauerberatung optimal gestalten: Studie zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter Empfehlungen

Antragstellerin:
Dr. Bettina Doering (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie/Hochschulambulanz)

Beschreibung:
Trauerberatung richtet sich an psychisch gesunde Personen, die Unterstützung bei der Bewältigung eines Verlusts benötigen. Die Studie TROST beschäftigt sich mit Trauerberatung auf wissenschaftlicher Ebene. Ziel des Projekts ist es, Best-Practice-Empfehlungen zur Gestaltung von Trauerberatungsangeboten zu entwickeln. Obwohl Trauerberatung von verschiedenen Organisationen angeboten wird und eine lange Tradition hat, sind viele relevante Fragen offen, z.B. wie wirksam Trauerberatung ist, wie sie am besten gestaltet sein sollte, um Trauernde optimal zu unterstützen und welche Zielgruppe von welchen Angeboten profitiert. TROST möchte diese Fragen in vier Teilprojekten bzw. Modulen beantworten: Das erste Modul befasst sich mit einer Meta-Analyse über verfügbare Forschungsbefunde im Kinder- und Jugendbereich und untersucht die Wirksamkeit von Trauerinterventionen. Das zweite Modul untersucht die derzeitige Ausgestaltung von Trauerberatungsangeboten in Bayern und erfasst mittels Befragungen Bedürfnisse, Wünsche und Zufriedenheit mit Beratung bei Trauerberater*innen sowie erwachsenen und minderjährigen Klient*innen. Ziel des dritten Moduls ist es, einen Kurzfragebogen zur Einschätzung der aktuellen Trauerbelastung zu entwickeln, um schnell den individuellen Unterstützungsbedarf von Betroffenen zu ermitteln. Die Module zwei und drei finden in Kooperation mit verschiedenen Trauerberatungsorganisationen statt. Im vierten Modul werden die aus den vorherigen drei Modulen abgeleiteten Empfehlungen in einem Konsensprozess mit Experten abgestimmt und zusammengefasst.

Förderer:
Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Laufzeit:
2019 - 2022

Projektwebseite:
https://www.ku.de/ppf/psychologie/psychologie1/projekte

KOKO. Konflikt und Kommunikation

Antragstellerin:
Prof. Dr. Elisabeth Kals (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Professur für Sozial- und Organisationspsychologie)

Beschreibung:
Das Projekt „KOKO. Konflikt und Kommunikation“ ist ein Forschungsprojekt zwischen der Universität der Bundeswehr München und der KU. Die Leitung des Gesamtprojekts haben Prof. Dr. Jürgen Maes und Dr. Mathias Jaudas. Neben der Psychologie sind in diesem Projekt auch Kollegen aus der Soziologie und des Journalismus Kooperationspartner. Das Projekt wird im Rahmen des vom Bundesministerium der Verteidigung aus Haushaltsmitteln finanzierten Zentrums für Digitalisierung- und Technologieforschung (dtec.bw) durchgeführt. In dem Projekt soll gemeinsam forschungsbasiert ein Modell zum Erleben sozialer Konflikte entwickelt und empirisch überprüft werden. Damit verbunden ist das Ziel, das Verständnis von Eskalations- und Deeskalationsdynamiken sozialer Konflikte zu verbessern und Interventionsstrategien für einen kooperativen Umgang mit sozialen Konflikten abzuleiten. Ergänzend sollen Erkenntnisse der Konfliktforschung im Rahmen eines zu entwickelnden medialen Transferkonzeptes an die Bevölkerung weitergegeben werden. Diesbezüglich sollen Evaluationsmaßnahmen Aufschluss über die Wirksamkeit und Akzeptanz des Transferkonzeptes liefern.

Förderer:
Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)

Laufzeit:
2021 - 2024

Projektwebseite:
https://dtecbw.de/home/forschung/unibw-m/projekt-koko

Fordoc:
https://fordoc.ku.de/id/eprint/2927/

FraxForFuture - Demonstrationsprojekt Erhalt der Gemeinen Esche; Verbundvorhaben 2: Monitoring (FraxMon)

Antragstellerin:
Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette (Mathematisch-Geographische Fakultät; Professur für Physische Geographie/Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung)

Kooperationspartner:
Landesbetrieb Forst Brandenburg – Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde; Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg; Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt. Weitere Kooperationspartner auf den verlinkten Webseiten.

Beschreibung:
Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) gehört neben Buche und Eiche zu den bedeutendsten einheimischen Laubbaumarten. Seit 2002 tritt die Erkrankung des Eschentriebsterbens an heimischen Eschen in Deutschland auf und sorgt seitdem für einen drastischen Rückgang der Eschenvorkommen in hiesigen Wäldern. Verursacht wird das Eschentriebsterben durch das Falsche Weiße Stängelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus). Der invasiv auftretende Schlauchpilz stammt ursprünglich aus Ostasien und breitet sich seit den 1990er Jahren in Europa aus. Die durch den Befall des Pilzes hervorgerufenen Blatt-, Zweig und Stammnekrosen sowie der nachfolgende Befall mit Schaderregern führen innerhalb weniger Jahre zum Absterben der Bäume. Das Verbundvorhaben „FraxForFuture – Hoffnung für die Esche“ ist ein großangelegtes Demonstrationsprojekt zum Erhalt der Gemeinen Esche als Wirtschaftsbaumart. Ziel des Verbundvorhabens ist die Erarbeitung und Ableitung von Erkenntnissen zum langfristigen Erhalt der Esche als wichtige Ökosystem- bzw. Wirtschaftsbaumart, zum Auftreten der Krankheit, dem Umgang mit befallenen Beständen sowie Entwicklung einer nationalen Strategie für Forstpraxis, Politik und Forschung.

Förderer:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL),
Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU),
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Laufzeit:
2020 - 2023

Projektwebseite:
https://www.fnr.de/projektfoerderung/ausgewaehlte-projekte/projekte/fraxforfuture-hoffnung-fuer-die-esche-1

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2765/

FraxVir – Detektion, Charakterisierung und Analysen zum Auftreten von Virosen und dem Eschentriebsterben in Sonderbeständen von Fraxinus excelsior

Antragstellerin:
Prof. Dr. Susanne Jochner-Oette (Mathematisch-Geografische Fakultät; Professur für Physische Geographie/Landschaftsökologie und nachhaltige Ökosystementwicklung)

Kooperationspartner:
Humboldt-Universität zu Berlin; Universität Hohenheim; Bayerisches Amt für Waldgenetik

Beschreibung:
Die Degeneration der Eschen wird meist auf den Erreger des Eschentriebsterbens Hymenoscyphus fraxineus reduziert. Da jedoch eine Vielzahl von Faktoren den Gesundheitszustand der Eschen beeinflusst, müssen umfangreiche Erkenntnisse zu den einzelnen Stressfaktoren sowie zu deren Interaktion generiert werden. Virusinfektionen nehmen hierbei eine besondere Stellung ein. Das Ziel des Teilvorhabens ist es daher, Krankheiten der Esche sowie den Einfluss von abiotischen Stressfaktoren mit multisensorischen und multitemporalen Daten bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und abzugrenzen. Zudem soll ein kontinuierliches und räumlich hoch aufgelöstes Monitoring dieser Dynamik durchgeführt werden, bei gleichzeitiger Beachtung des Infektionsdrucks durch Hymenoscyphus fraxineus. Die Untersuchungsgebiete umfassen zwei IBF+ Flächen des Demonstrationsprojekts „FraxForFuture“ in Bayern (UG1) und Brandenburg (UG2) sowie zwei Samenplantagen in Baden-Württemberg (UG3,4) und eine Klonfläche in Bayern (UG5). Die Analyse multisensorischer Bildaufnahmen (via fest installierter Kamerasysteme, UAV-Befliegungen) ermöglicht eine umfassende Vitalitätsbeurteilung von gesamten Beständen bis hin zu einzelnen Blattbereichen. Farbbasierte Indices und thermale Kennwerte werden mit Feldmessungen (u.a. Chlorophyll, Chlorophyll-Fluoreszenz, Blattmorphologie, Phänologie, Bodenanalytik) korreliert, um Vorhersagemodelle zu entwickeln und Abhängigkeiten zwischen terrestrischen und fernerkundlichen Methoden zu detektieren.

Förderer:
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Laufzeit:
2021 - 2024

Projektwebseite:
https://www.ku.de/mgf/geographie/landschaftsoekologie/forschung/fraxvir

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2929/

BfA – Gelingensbedingungen der Inanspruchnahme gestalten und teilen

Antragsteller:
Prof. Dr. Joachim Thomas (Philosophisch-Pädagogische Fakultät; Professur für Psychologische Diagnostik und Intervention)

Kooperationspartner:
Berufsförderungswerk Bad Wildbad GmbH; Justus-Liebig-Universität Gießen; Heinrich-Haus Neuwied; Josefsheim Bigge; Rummelsberger Diakonie

Beschreibung:
Die UN-Behindertenrechtskonvention etabliert in Artikel 27 das Recht von Menschen mit Behinderung auf Arbeit. Aktuell gelingt es nur in Einzelfällen, die beruflichen Partizipationschancen von Menschen mit einer kognitiven Einschränkung, die zur Sicherung ihrer beruflichen Teilhabe auf einen Platz im Arbeitsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) angewiesen sind, oder idealtypisch wären, über eine Alternative in Form sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze zu erweitern. Der Weg aus Institutionen wie der WfbM hinaus auf den ersten Arbeitsmarkt gelingt nur in wenigen Fällen. Eine Alternative, den vorgezeichneten Weg in eine WfbM zu unterbrechen, bedarf neuer Ansätze. Ein solcher Ansatz wird durch das Budget für Arbeit (BfA) in § 61 SGB IX formal eröffnet. Der Paragraf bietet einen gesetzlichen Rahmen, innerhalb dessen die Übergangschancen deutlich gesteigert werden können. Der förderlich wirkende Handlungsrahmen ergibt sich aus Erfahrungen in länderspezifischen Ansätzen wie auch durch die systematische Auswertung und darauf basierender Vorschläge zur Weiterentwicklung der Nutzung des BfA. In diesem Rahmen sind neben einer Stärkung von Beratungsansätzen für alle Beteiligten ebenso Instrumente zur praktischen Umsetzungsbegleitung zu entwickeln.

Förderer:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Laufzeit:
2020 - 2023

Projektwebseite:
https://www.rehadat-forschung.de/projekte/behinderungen-erkrankungen/behinderungsarten/geistige-behinderungen/index.html?reloaded&sort=abschluss_final_for+desc&page=3&mode=detail&listtitle=

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/3142/

SAVeNoW – Funktions- und Verkehrssicherheit für Automatisierte und Vernetzte Mobilität – Nutzen für die Gesellschaft und ökologische Wirkung

Antragsteller:
Prof. Dr. Jens Hogreve (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät; Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Dienstleistungsmanagement)

Kooperationspartner:
3-D- Mapping Solutions GmbH; ASAP Engineering GmbH; Conti Temic microelectronic GmbH; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Weitere Kooperationspartner auf den verlinkten Webseiten.

Beschreibung:
Mit SAVeNoW geht das Verbundprojekt zur Entwicklung digitaler und virtueller Testfelder im Rahmen automatisierter und vernetzter Mobilität in die zweite Runde. Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur arbeitet die KU Eichstätt-Ingolstadt in diesem Verbundprojekt an einem nachhaltig betreibbaren Simulationsmodell der Stadt Ingolstadt. Das Modell soll eine Grundlage für die Optimierung der Verkehrssicherheit, der Emissionsreduktion, der Verkehrseffizienz und des Fahrkomforts bilden. Die KU bearbeitet gemeinsam mit anderen Partnern das Teilprojekt „Gesellschaftliche Teilhabe und begleitende Fragestellungen“. Unter anderem werden darin die Bereitschaft der Bürger zur Bereitstellung persönlicher Daten erforscht sowie zentrale Fragestellungen zu den Auswirkungen automatisierten Fahrens auf das Wohlbefinden des Menschen mit Hilfe experimenteller Studien untersucht. Ein interaktiver Showroom für automatisiertes Fahren in der Ingolstädter Fußgängerzone soll als Dialogplattform dienen, um die Bürgerperspektive einzuholen und die Wechselwirkungen behandelter Fragestellungen des Projektes auf den Einzelnen und die Gesellschaft zu betrachten. Darüber hinaus beschäftigt sich die KU mit der rechtlichen und wirtschaftlichen Betreibbarkeit eines virtuellen Regionsmodells.

Förderer:
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Laufzeit:
2021 - 2023

Projektwebseite:
https://savenow.de/de/

Fordoc:
fordoc.ku.de/id/eprint/2792/