Wintervortragsreihe zu Utopien und Dystopie

Die Eichstätter Wintervortragsreihe setzt sich in diesem Semester mit „Utopien und Dystopien: Historische Wurzeln und Gegenwart von Paradies und Katastrophe“ interdisziplinär auseinander und nähert sich dem Phänomen aus historischer und wirtschaftsethischer, aber auch aus medienwissenschaftlicher, sprachlicher sowie religiöser Perspektive an. Als erster Referent der Reihe, wird Dr. Lars Schmeink (Hamburg) am Donnerstag, 14. November, zum Thema „Gespielte Zukunft. Utopische Räume im Videospiel“ sprechen.

Utopische und dystopische Szenarien beschäftigen die Menschheit schon lange und finden angesichts brennender Problematiken der Gegenwart wieder verstärkt Interesse. Dabei werden dystopische Nachrichten zum Zustand der Umwelt, der Welternährung oder der technischen Entwicklung häufig zum Auslöser für utopische Zukunftslösungen, während das utopische Potential des Silicon Valley etwa in dystopische Szenarien kippen kann. Utopie und Dystopie bilden somit eine Kippfigur. Die Übergänge zwischen technischen und naturwissenschaftlichen Erfindungen zu künstlerischen Visionen erweisen sich ebenfalls häufig als fließend. Ist, was bei Orwell stand, schon Wirklichkeit geworden? Mit Vorträgen zu Klimaforschung, künstlicher Intelligenz, Demokratieforschung, Future Fiction, Games Studies und anderen mehr bietet die diesjährige Eichstädter Wintervortragreihe einen interdisziplinären Überblick über Untergangsängste und Zukunftshoffnungen.

Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Raum UA 141 der Zentralbibliothek (Universitätsallee 1, Eichstätt).